Website von Horst W. Nägele

 

Diskurskritik, Peirce‘ Pragmatizismus

Lyrische Texte

Meditationen der Achtsamkeit (vipassana), des Mitgefühls (bodhicitta)

Tritt für die Menschenrechte, für die Umwelt, für das Recht des Lebens wie auch für eine gedeihliche Kommunikation der Bürger im Sinne Grundtvigs ein

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Grüße von Horst Nägele, Dr. phil.

Email: horst.naegele (a) gmail.com

Horst W. Nägele, AMF-Preisträger 2010

Foto: www.lyrikwelt.de

Auszeichnungen/Ehrungen/Preise (Auswahl): Jens Baggesen-Preis der Stadt Korsør/Dänemark (2006). Alfred-Müller-FelsenburgPreis für aufrechte Literatur, Hagen (2010).
Mitglied
in der J. P. Jacobsen Selskabet, Thisted, und in der Internationalen Schelling-Gesellschaft e. V., Leonberg.

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Neu ab 5.2.2015: Das neue Buch von Horst Waldemar Nägele
– WAS EIN VOLK AUSMACHT – Was sich so alles machen lässt und durch die Bürger getragen wird –Buch

Es werden Strategien unter die Lupe genommen, mit denen man noch immer meint, eine ernsthafte Aufarbeitung der jüngeren deutschen Vergangenheit umgehen zu können. Es handelt sich um das Getriebe in einem stetig sich steigernden Wirtschaftswachstum bis hin zu (erneut) daseinsfremden Spekulationen auf eine deutsche Führerrolle in der Welt, und das unter Zuhilfenahme von (vornehmlich exotisch klingenden) Worthülsen, welche herzuhalten haben, wo es an (bürgernaher) Verantwortlichkeit fehlt.

Horst Waldemar Nägele,
Dr. phil. (Kiel, 1969), Vergleichende Literatur. Geb. 1934 in Stuttgart. Wohnt in Dänemark. Studium auch in England und in Dänemark. Zeitweise in buddhistischen Klöstern im fernen Osten. In jungen Jahren Verwaltungs- und Betriebsbeamter. Jens-Baggesen-Preis (2006), Alfred-Müller-Felsenburg-Preis für aufrechte Literatur (2010).

  • Was ein Volk ausmacht:
    Was sich so alles machen lässt und durch die Bürger getragen wird

    von Horst Waldemar Nägele (Autor)
  • Taschenbuch: 52 Seiten
  • Verlag: Autumnus Verlag (5. Februar 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3944382498
  • ISBN-13: 978-3944382494

T E X T A U S Z U G :

»Konkrete Bildungsangebote statt quasi-politische Muskelspiele«

(Auszug aus dem Essay »Was ein Volk ausmacht – Was sich so alles machen lässt und durch die Bürger getragen wird«, erschienen in der Buchreihe MONDIALIKON im Autumnus-Verlag, 2015)

Es werden Strategien unter die Lupe genommen, mit denen man noch immer meint, eine ernsthafte Aufarbeitung der jüngeren deutschen Vergangenheit umgehen zu können. Es handelt sich um das Getriebe in einem stetig sich steigernden Wirtschaftswachstum bis hin zu (erneut) daseinsfremden Spekulationen auf eine deutsche Führerrolle in der Welt, und das unter Zuhilfenahme von (vornehmlich exotisch klingenden) Worthülsen, welche herzuhalten haben, wo es an (bürgernaher) Verantwortlichkeit fehlt. 

Viele meinen, mit den so bequemen Schimpfwörtern »Nazis«, »Nazideutschland« und dergleichen über einiges hinwegzukommen, ohne auch nur ansatzweise zu reflektieren, wie durch ein überlegtes eigenes Handeln so manches hätte ganz anders verlaufen können damals. Es ist sehr beliebt heute, die eigene Verantwortung (auch für das, wozu man selbst noch nicht hat verantwortlich gemacht werden können biografisch gesehen) auf die Chiffren »Nazis« oder »Nazideutschland« oder gar auf Termini aus der Psychiatrie zu extrapolieren, um einigen Freiraum zu gewinnen für ein Mitschwimmen in einem (neuerlichen) »mainstream«.

In diese Kategorie kann man mit Bedacht auch die weithin gepriesene so bezeichnete »Große Rede« eines Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker einordnen. Weizsäcker meinte als Staatsoberhaupt verkünden zu müssen, es könne niemals davon gesprochen werden, dass Deutschland sozusagen besiegt worden ist, nein, zu gedenken sei vielmehr einer »Befreiung«. Vorgebracht von jemanden, der aus einer Familie ist, die es vermochte, durch alle Zeiten und über alles hinweg immer noch höher und noch höher hinauf zu gelangen, und die auch in unseren Tagen wieder viel von sich reden macht, ähnlich wie das in der Zeit der Französischen Revolution auf den französischen Politiker Charles-Maurice de Talleyrand-Périgord (1754-1838) zutraf, der für die unterschiedlichsten Regierungen wichtig gewesen ist und zu seinem Vorteil diese alle überlebt hat.

Auch wenn niemals zu bestreiten sein wird, dass durch Eingriffe von außen einiges gerade noch hat abgewendet werden können in den letzten Kriegstagen, wäre dennoch die Frage zu stellen, was ein Berufspolitiker oder ein Bundespräsident mit seinen reichlich deplacierten, zumindest aber überflüssigen Bemerkungen hatte bewirken wollen. Hoffentlich nicht das, was den Schnellschüssen Weizsäckers folgte.

In den deutschen Medien begann es nämlich sogleich zu jubilieren von einer »großen Rede eines Staatsoberhaupts«, fast ohne Ausnahme kann man sagen und in einem schwer noch zu fassenden Gleichklang. Und vor allem auch ohne jeden Versuch einer Definition dessen, was als das »Große« betrachtet wird oder als das »Große« betrachtet werden könnte in dieser Rede, mit welcher ganz deutlich alles andere als eine Kommunikation mit den Bürgern gesucht wurde, sondern im Gegenteil auf mündige Zeitgenossen herabgeredet worden ist, als sollten Schuldgefühle generiert werden.

Besser wäre es, ein Gemeinwesen zu respektieren, das von Individuen getragen ist, die wissen, was ihnen guttut und was nicht, und die darin gefestigt sind, kompetent sich in der Sache auseinanderzusetzen, um zu Übereinkünften zu gelangen, die den Gegebenheiten gerecht werden. Wo ein jeder und eine jede das seine zu sagen hat, ist wenig Raum für Tabuisierungen, die herhalten müssen, wo mangels eigener Kompetenz einer recht fragwürdigen »political correctness« aufgeholfen werden soll. In so etwas wie einer offenen Gesellschaft kommt es auf die Auseinandersetzung in der Sache an, wobei wie gesagt die Gültigkeit eines jeden als seriös zu betrachtenden Standpunkts in seinem eigenen Recht garantiert sein muss, auch und gerade da, wo es sich um die wundesten Stellen handelt, und erst recht wenn etwas ansteht, das mit einer Überschreitung verbunden sein könnte. Was im konkreten Falle zu tun ist, darüber hat das Gemeinwesen, will sagen eine von allen getragene Gemeinschaft zu befinden, in der jeder und jede befähigt ist, die erforderlichen Initiativen zu ergreifen, in Gestalt von Hilfeleistungen auf Gegenseitigkeit oder ganz allgemein indem man lebensnahes Wissen weitergibt.

In der dänischen Sprache von heute zum Beispiel heißt eine solche Ausrichtung »Nærdemokrati« (›Nahdemokratie‹). Gemeint ist eine Demokratie, die selbstredend nicht zu vermengen ist mit den üblichen quasi-parlamentarischen Mal-So-Und-Mal-So-Mehrheitsbeschlüssen, die der Initiator der dänischen (Heim-)Volkshochschulen Nikolaj Frederik Severin Grundtvig (1783-1872) rundheraus verworfen hat. Wie die Benennung »Nærdemo­krati« es sagt, geht es darum, was in einem Miteinander auf Gegen­seitigkeit das Naheliegende ist und was durch jeden und jeder von uns mitgestaltet werden kann.

Zu diesem Grundgedanken bedarf es zum Beispiel in der dänischen Gesellschaft keiner Erörterung. Ganz anders und offensichtlich weitgehend so gewünscht, zudem sehr oft im Unterschied zu einem gewissen euro­päischen Standard, läuft es noch immer im Bereich des Deutschen ab.

So braucht es natürlich nicht zu sein. Es können wie angedeutet Bildungsangebote gemacht werden, von kundiger Seite und entsprechend den Ressourcen, über die man verfügt. Anstatt, wie oben dargestellt, zu posaunen von einer »großen Rede« eines Bundespräsidenten (Richard von Weizsäcker), welcher, wie auch seine Familie, in herausragender Weise kann man sagen über solche Ressourcen müsste bestimmen können. Noch immer hat das Volk sehr viel Unnützes, Destruktives über sich ergehen zu lassen, das eher einer Verdummung, Volksverdummung kann man sagen, dient, als einer Weiterbildung oder der sachlichen Information.

Auf keinen Fall von Nöten sind noch einmal solche zudem mit Drohgebärden gespickten Kraftreden, die einer nach wie vor angeschlagenen, wenn man nicht sagen will kaum jemals real bestandenen deutschen Identität meinen aufhelfen zu müssen. Erst recht nicht gefragt sind so etwas wie mit einer willfährigen Presse kokettierende Bundespräsidenten oder etwa noch immer klingende »Alt«-Kanzler-Blähungen. Ganz dringend gebraucht werden vielmehr konkrete Bildungsangebote, denen der individuelle Gestaltungswille eines jeden von uns ein Anliegen ist.

      Verfasst von  Horst Waldemar Nägele

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gehöriges gehören
–(eingestellt in http://www.lyrikwelt.de)–

was sich gehört

gehört sich nicht

dass es sich gehört

frei haus

serviert

gestrafften arsches

alles mit dem handy
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das schöne
(ein HAIKU)
gibst uns was schön ist
von dir strömt es in die welt
und wieder zu dir
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        HORST NÄGELE: Der deutsche Idealismus in der existentiellen Kategorie des Humors. Eine Studie zu Jens Baggesens ideolinguistisch orientiertem Epos ›Adam und Eva‹, Neumünster: Wachholtz 1971 (SKANDINAVISTISCHE STUDIEN, Band 1)

HORST NÄGELE: »Das Phänomen ›kontextualer Interferenz‹ als literaturwissenschaflicher Ansatz. Ein Versuch am Beispiel des bilinguischen Dichterphilosophen Jens Baggesen«, Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte, Jahrgang 45 (1971), pp. 589-626.

HORST NÄGELE: »Jens Baggesen über das Verhältnis des Deutschen Idealismus zur Französischen Revolution. Mit bisher unveröffentlichten [auf deutsch geschriebenen Baggesen-]Texten aus den Jahren 1823-25«, Jahrbuch des Freien Deutschen Hochstifts 1974, (Tübingen: Niemeyer), pp. 323-43.

Zum 250. Geburtstag des dänisch-deutschen Dichters und Philosophen Jens Immanuel Baggesen, der von 1764 bis 1826 lebte.Von Horst W. Nägele am 15.2.2014 in Fyens Stiftstidende unter dem Titel „En dansk europæer“ in der dänischen Version erschienen und die übersetzte deutsche Fassung für die LYRIKwelt, im Februar 2014:

Erinnert sei, dass Jens Baggesen wie kaum ein anderer der in Dänemark zur Welt Gekommenen auf unterschiedliche nationale Eigenschaften aufmerksam gemacht hat. Dazu trug entscheidend bei, dass dem aus recht einfachen Verhältnissen Stammenden durch einige in Dänemark damals deutschsprachige Adelskreise der Besuch einer Lateinschule ermöglicht worden war, wodurch Baggesens dichterisches Talent zum Tragen kam. Der sich sehr schnell einer gewissen Popularität Erfreuende wurde aus nationaldänischen Rücksichten, angeblich wegen seiner etwas angeschlagenen Gesundheit, 1789 nach Deutschland komplimentiert, nach Bad Pyrmont. Dort traf er einige der Berühmtheiten jener Zeit. Er reiste weiter und kam bis in die Schweiz. Seine Reisenotizen gestalteten sich zu seinem auch noch in unseren Tagen weltberühmten sentimentalen Roman Das Labyrinth oder Reise durch Deutschland, die Schweiz und Frankreich (1792 erstmals herausgekommen).

In der Schweiz unternahm Baggesen unter anderem Bergwanderungen. Er heiratete eine Enkelin des berühmten Alpendichters Albrecht von Haller; einer der Söhne des Paares, Reinhold Baggesen, wurde Münsterpfarrer in Bern. Die frisch Vermählten wollten sich in Kopenhagen niederlassen, konnten dort jedoch nicht heimisch werden, weshalb sie sich immer wieder zurück in die Schweiz aufmachten. Auf einer dieser Reisen starb die Gemahlin 1797 in Kiel, lungenkrank. Baggesen verheiratete sich wenig später mit der Tochter eines französischsprachigen Diplomaten, wodurch sein Wohnsitz St.-Germain-en-Laye, Frankreich, wurde, wo er übrigens die längste Zeit seines Lebens zugebracht hat.

Jens Baggesens Gesamtwerk ist sowohl für die dänische als auch für die deutsche Literatur von Bedeutung. Er ist jedoch, kann man sagen, in herausragender Weise deutscher Autor geworden, indem er sich mit den literarischen Strömungen in den deutschen Landen direkt konfrontiert sah, worauf er unter anderem mit gezielten Parodien reagierte, die ihrerseits sich als eigene Kunstwerke auszeichneten. Zuvorderst zu nennen wäre da das 1809 bei Cotta in Tübingen erschienene Bändchen mit dem Titel Der Karfunkel oder Klingelklingel-Almanach. Ein Taschenbuch für vollendete Romantiker oder angehende Mystiker, das sich als ein Ratgeber präsentiert fürs Fabrizieren von Sonetten im Schnellverfahren zu vorgegebenen Reimen innerhalb einer vorgegebenen Zeit. Dem schließt sich Baggesens Großdrama Der vollendete Faust an, dessen Titel auf das in jenen Tagen aktuelle Faustfragment Goethes anspielt und in dem gezielt einiges der damals in die Mode gekommenen romantischen Bewegung unter die Lupe genommen wird, das für eine, kann man sagen, als geboten zu betrachtende, doch in der Wirklichkeit leider vermisste politische Verantwortlichkeit herzuhalten hatte.

Jens Baggesens dänische und deutsche dichterische Werke ergeben ein breites Spektrum. Aus Baggesens Feder besitzen wir aber auch eine enorme Menge philosophischer Betrachtungen und Bemerkungen. Auch was die aktuelle politische Revolution in Frankreich angeht sowie die, man möchte sagen, entsprechenden Verhältnisse in Deutschland. Dargestellt wird da immer wieder, wie während der 30-jährigen Revolutionszeit, auf die zurückgeblickt wird, in Frankreich real geköpft wurde, wohingegen das selbe in Deutschland sich idealistisch vollzog. Deutschlands Überdichter Goethe wird als »der poetische Talleyrand« bezeichnet; Talleyrand war der Wendehals jener Zeit, der als Politiker eine wichtigen Platz in grundverschiedenen französischen Regierungen einnahm, die er am Ende alle überlebt hat.

Jens Baggesen ist immer auch ein Däne geblieben, auch wo er sich hie und da ganz oder teilweise als Deutscher oder als Franzose verstand, sich direkt entsprechend bezeichnete. Er war ein Däne, dem es gegeben erschien, sich in die verschiedensten national geprägten Denkweisen zu versetzen. Es hätte ihm ein gewaltiges Manko bedeutet, sollte es nur eine einzige Sprache auf unserer Erde geben, womit sich nebenbei bemerkt seine Anschauung mit der des Begründers der dänischen Volkshochschulen trifft und was in unseren Tagen auch ein wenig über unsere ganz aktuelle EU nachdenken lässt.

Weit seiner Zeit voraus war Baggesen auch da, wo er unsere Weltgeschichte als einen Kosmos gelangweilter Insekten versteht:

»Die Geschichte unsrer Erde, Falls man’s so benennen will, Das Tagebuch der allerhand Narrenteien Von Ameisen, Fliegen oder Bienen, Die ohne Fügel und mit Flügeln dran Ganz irre kreisend sich tummeln Umher und herum Mit ihrem ewigen Gesumm, Sich selbst zum Narren halten, Stoßen, beißen, schlagen, Verstümmeln, gegenseitig sich den Hals umdrehen, zerfleischen, Der liebe Gott mag’s verstehn, wie sollte ich*s?

[…]

Wenn man will, kann man Die Geschichte unsrer Erde Mit Recht das Trauerspiel nennen Des großen Dichters der Natur, Doch dieser Titel taugt für das Ganze nur, Passt da gut – Wo hingegen jede einzelne Szene zählt, Finde ich mit gleichem Recht, Trotz des Teufels und seiner Mutter und der Totengöttin Hel, Die hässlich bei uns die tragische Muse Melpomene zu spielen hat, Das Ernsthafteste nicht alleine zum Lachen, Sondern ganz und gar zum sich Totlachen.«

(Ins Deutsche übertragenes Zitat aus Baggesens dänischem Vorwort zu seinem deutschen Versepos Adam und Eva oder die Geschichte des Sündenfalls. Ein humoristisches Epos in zwölf Büchern, das Jens Baggesens Schwanengesang geworden ist).

[…diesen und weitere Berichte finden Sie unter ]

Leseprobe I Buchbestellung 0214 LYRIKwelt © Horst W. Nägele

Für eine aktive Bürgergesellschaft
Von Horst Nägele

Immer mehr hört man in diesen Tagen von Bürgerinnen und Bürgern, die wissen, was ihnen guttut und was nicht, und die entschlossen sind, sich in einer Sache auseinanderzusetzen, um zu angemessenen Resultaten zu gelangen, die ihren Bedürfnissen gerecht werden. Eine Welt tut sich da auf, in der jedermann das seine und das ihre zu sagen hat und dann auch dafür eintritt.
Gefragt ist die sachliche Auseinandersetzung in erster Linie in einer offenen Gesellschaft, in der jeder Standpunkt in seinem eigenen Recht Gültigkeit hat. In einem von allen getragenen Gemeinwesen ist soviel wie jeder und jede von uns befähigt, zu verwirklichen was erforderlich ist und gegebenenfalls Initiativen zu ergreifen, zunächst einmal indem man gegenseitig hilft, Wissen vermittelt, Erfahrungen weitergibt.
Eine solche Ausrichtung heißt, um ein Beispiel zu nennen, in Dänemark ›Demokratie der Nähe‹ (Nærdemokrati). Es ist da die Rede von Selbstbestimmung der Individuen, die sich nicht mit parlamentarisch zu verantwortenden Mal-So-Und-Mal-So-Mehrheitsbeschlüssen zufrieden geben möchten und sich berufen auf den Initiator der Heimvolkshochschulen, den dänischen Theologen und Pädagogen Nikolaj Frederik Severin Grundtvig (1783 – 1872), der für (quasi-)parlamentarische Mehrheitsbeschlüsse nicht viel übrig hatte. Ausgangspunkt habe zu sein was in einem Miteinander durch jeden und jeder von uns verstanden und mitgestaltet werden kann.

In Grundtvig-Studier 2011:

Belege zu Grundtvigs Ideen von einer offenen Bürger­gesellschaft
Mit einem Exkurs zu dem amerikanischen Pragma­tizisten Charles Sanders Peirce

Von Horst Nägele

Ausgangspunkt der Studie ist die Beobachtung, dass Grundtvigs Namen dazu verwendet wird, ein ‘EU-Bildungsprogramm für lebenslanges Lernen in Deutschland’ aufzuwerten, bei dem es ausschließlich darum geht, berufstauglich zu bleiben. Dieser groben Fehleinschätzung wird in vorliegender Studie eine Reihe von Grundtvigs Aussagen entgegengestellt. Zudem werden zur Verteidigung gegen (mögliche) Kategorisierungen Grundtvigs als ‘(religiöser) Fundamentalist’ Sätze aus der Philosophie des amerikanischen Pragmatizisten Charles Sanders Peirce herangezogen, und es wird aufzuzeigen versucht, wie Peirce’ Vorstellungen von den für ihn essentiellen interaktiven Abläufen obendrein mit Grundtvigs methodischer Geschichtsbetrachtung konvergieren und in gleicher Weise wie diese dazu einladen, Humanität zu entwickeln, in einer offenen Bürgergesellschaft, einem politischen Umfeld, das durch uns, will sagen einem jeden von uns so unmittelbar wie möglich mitzugestalten ist.

Belege zu Grundtvigs Ideen von einer offenen Bürgergesellschaft. Mit einem Exkurs zu dem amerikanischen Pragmatizisten Charles Sanders Peirce
[Grundtvigs ideer om et åbent samfund (med en ekskurs til den amerikanske pragmatiske filosof Charles Sanders Peirce)]
[On Grundtvig’s initiative towards an open society (including a digression to the American pragmaticist Charles Sanders Peirce)]
Af/by Horst Nägele
Anledningen til bidraget har været et EU-uddannelsesprogram betitlet ‘Grundtvig. EU-Bildungsprogramm für lebenslanges Lernen in Deutschland’ (Grundtvig. EU-uddannelsesprogram for Livslang Læ­ring i Tyskland), hvor der er tale om tilpasning til erhvervslivet. Denne grove fejlbedømmelse af Grundtvigs livsværk imødegår foreliggende studie ved hjælp af en række af Grundtvigs udsagn om folkekultur, om fri folkelig kristendomsforståelse, om mundtlig traditionsfor­midling, om primærsocialisationens afgørende betyd­ning og om det tyske skriftsprog som en ideologisk overbygning; herom tilbyder Grundtvig i en af sine få tysksprogede artikler blandt andet en direkte dialog med et tysktalende publikum. Grundtvig taler desuden om idea­lisme og materialisme (også i forbindelse med Napoleon), og han forstår den idealistiske filosofis fremtrædelsesformer som udtryk for en livsfornægtelse. I særdeleshed Friedrich Schillers tragedier anser han for at være et “Blænd­værk”, hvor det er nemt at få figurer, der blot er “lydige Skygger”, slået ihjel. Og han peger hen til “noget aldeles Grund-Realt” som “Indbegreb”, der kan danne udgangspunkt for et etisk motiveret liv. En ekskurs om den senere amerikanske pragma­tiske filosof Charles Sanders Peirce indsættes for, at Grundtvig ikke skal kunne affærdiges som (religiøs) fundamentalist. Men der kan tilmed konstateres en slående overensstemmelse mellem Peirce’ forestilling om et vekselvirkende forløb mundende ud i en fremtidig forening af tegnreferencer og Grundtvigs metodiske syn på historien. Det sidstnævnte træder særdeles tydeligt frem i Grundtvigs bemærkninger i forbindelse med nogle af verdenshistoriens personer, der blandt andet bliver anført i hans verdenskrøniker. Thi, skønt Grundtvig i Danne-Virke I, 1816, siger, at “ethvert philosophisk System er som Heelt en stor Løgn, hvormegen Sandhed det end i det Enkelte kan have”, forbinder han (sammesteds) alt det, som han i sær­deleshed i årene omkring 1815 kan bruge til udbygning af sin kategori historisk, med en fremgangsmåde, som han betegner som sand Vidskab med henblik på at udvikle humanitet.
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The article deals with the Grundtvig EU Lifelong Learning Progamme in Germany and sets off from a severe misunderstanding of Grundtvig’s educational ideas as being a recipe for job training. Grundtvig, however, has rather been in favour of national culture, oral tradition, and socialisation through education. He looks upon the German literary language as being a super structure; by means of a piece of writing in German language, he offers direct and immediate dialogue with the German-speaking world. Grundtvig moreover talks about idealism and materialism and describes idealistic philosophy as denying life; he mentions Friedrich Schiller’s tragedies and criticises them as being dazzling pieces of art with heroes as empty shadows designed to be put to death. From Grundtvig’s point of view, the very idea of an idealistic approach to cognition and aesthetics presupposes fundamental, ultimate reality to act upon (“noget aldeles Grund-Realt” – Udsigt over Verdens Krøniken, p. 659), which according to Grundtvig may be developed and proved on historical or quasi-historical grounds. There is a striking similarity of Grundtvig’s approach to what, about ninety years later, was put forward by the American pragmaticist Charles Sanders Peirce, the criterion of truth being final habit as equivalent of the ultimate interpretant, since 1906 being described by Peirce as “normal habit” and as “normal interpretant” representing ultimate reality.

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Horst Nägele über Jens P. Jacobsen
Aus FyensStifstidende, 7.4.2011:

Host Nägele über Jens P. Jacobsen

Leseprobe I Buchbestellung 0511 LYRIKwelt © Horst W. Nägele

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HORST NÄGELE: J. P. Jacobsen (SAMMLUNG METZLER – REALIEN ZUR LITERATUR, Band 117)                                                                                                                                                           

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zeitlos zeit von Horst Nägele, 2008, Turnshare

klassische klasse

(aus:  z e i t l o s   z e i t  – UNPOLITISCHE UND POLITISCHE GEDICHTE, 2008, Verlag Turnshare)

krieg nicht verloren

wo’s doch mit befreiung geht

niemals besiegt

im zuge der befreiung befreit

zwölf jahre lang

suchte der vater

in den widerstand

das arme kind

marschierte ins polenland

überlebt zur großen

rede im höchsten amt

für den signiertisch

immer frisch

das ungenannte umbenannt

im weizenland

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Aus dem Vorwort zu › z e i t l o s   z e i t  – UNPOLITISCHE UND POLITISCHE GEDICHTE‹, 2008, Verlag Turnshare):

Wir sprechen, sprechen zu anderen, und wir sprechen zu uns selber, wir sprechen in der Weise zu uns selber wie man zu anderen spricht. Wir drücken uns so aus, wie wir meinen, dass etwas gesagt werden muss, um verstanden zu werden.

Wir möchten verstanden werden. Und nicht immer fühlen wir uns verstanden. Um sicher zu gehen meinen wir einiges auch noch durch Fußnoten erläutern zu müssen. Sind wir auch damit noch nicht zufrieden, stellen wir die Sätze um, vertauschen wir die Wörter, erfinden neue Ausdrücke, um möglichst präzise zu formulieren. Denn das, was wir zum Beispiel in der Natur oder in den menschlichen Beziehungen beobachten, soll ja genauestens weitervermittelt werden.

Dann möchten wir uns manchmal auch Luft machen über das, was uns so alles zugemutet wird von Politikern und durch Journalisten. Da gilt es näher hinzuhören, die verwendete Sprache mitzuvollziehen, sie gegebenenfalls zu korrigieren.

Hinhören auf das, was andere und auch was wir selber sagen, entwickelt ein Gespür dafür, was unsere Sprache so alles vermag. Und in der Folge werden wir uns auch nicht mehr so leicht ein x für ein u vormachen lassen.

einladung

komm mit
lade dich ein
wo du die lust hast
zum blättern

gedichte werden

meine geschichte
von geschichten
entschichtet

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der kalte markt
(ein zweistrophiges HAIKU, aus: schmiegende brecher, unbescholtene gedichte aus weiten gärten, 2004, Mitteldeutscher Literaturverlag AMICUS)

träumen von all dem
das nicht da das für sie ist
auf dem kalten markt

greifen’s feste an
möchten das leben leben
weitererzählen

    Schmiegende Brecher

(Eingestellt in LYRIKWELT/Nägele, Link: LYRIKWELT/Nägele )

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einer  im andern

(ein zweistrophiges HAIKU, aus:  s c h m i e g e n d e  b r e c h e r  –  UNBESCHOLTENE GEDICHTE AUS WEITEN GÄRTEN;  2004, Mitteldeutscher Literaturverlag AMICUS)

.

im auf und im ab

überschlagen die wogen

schmiegend die brecher

.

halten einander

im ewigen verfließen

einer im andern    Schmiegende Brecher

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aus der tagespresse

(ein haiku)

bikinibeauties‘
höschensand deckt härchenland
zieht zum beha-geschnür

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Standort Germany

Drohnen-Haiku

(eingestellt im UNTERGRUNDBLÄTTLE)

Bild: MQ-9 Reaper Drohne / Paul Ridgeway

pushuppowerbees

drohnenallinclusivebase

finish friends at ease

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Spidstegt Lam. Et alternativt orienteringsløb, Åløkke Forlag, 1985 (Debutroman, in dänischer Sprache)

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Der Protagonist ist in den Ebbsog an der Atlantikküste geraten. Mit dem Tod ringend findet er sich plötzlich in einer beseelten fernen Zivilisation. Die endlich einsetzende Flut spült ihn ans Ufer zurück. Auf dem durchwärmten Sand durchlebt er noch einmal das Kriegsjahr 1944 und die Zeit darnach.

STUTTGARTER WOCHENBLATT 14. 01. 2010

(Stadtteil NECKARHAFEN)

Kindheitserinnerungen eines Untertürkheimers

Horst W. Nägele schreibt über die Nachkriegszeit in den Neckarvororten

UNTERTÜRKHEIM/FÜNEN

„Schwimmzüge“ heißt das Buch des Autors Horst W. Nägele, der auf der dänischen Insel Fünen lebt, aber in Untertürkheim aufgewachsen ist. 1934 geboren, beschreibt Nägele in seinem beinahe lyrisch anmutenden Prosaband Geschichtliches aus Untertürkheim, Bad Cannstatt und der Umgebung aus den Jahren 1944 und danach.

Horst W. Nägele gehört der Generation an, die als Kinder Nazideutschland erleben mussten, um ihre Kindheit gebracht worden sind und dann in eine Nachkriegszeit gerieten, in der materiell alles gut war, aber von ihren Traumatisierungen keiner etwas hören wollte. Schwimmzüge“ ist ein Buch, das beweist, dass eine Vergangenheit, auch wenn sie nicht erwünscht ist, sich ihren Platz greift: An lebensbedrohlichen Situationen wird ein Leben lang gelitten. Sie verlassen einen nie.

Frieder, der Protagonist des Buches, ist in den Ebbsog an der Atlantikküste geraten und ringt verzweifelt mit dem Tod. Dann setzt endlich die Flut ein und spült ihn ans Ufer zurück.

Auf dem durchwärmten Sand durchlebt er noch einmal das Kriegsjahr 1944 und die Zeit danach.

Es durchzucken ihn all die Urängste, die er mit sich trägt seit der Kriegszeit. Er ist wieder der zehnjährige Junge in einer Bombennacht 1944. Es brummt von Fliegern, es schlagen Bomben ein. „Ein schmales Buch, das mit Wucht von unfasslicher existenzieller Not erzählt“, urteilt ein Rezensent.

Nägele hat in Untertürkheim das Abitur gemacht und war leitend auf Postämtern in Esslingen, Stuttgart und Sindelfingen tätig. Er lebt seit Jahrzehnten in Dänemark und ist dort als Skandinavist tätig. Diese Distanz zu Deutschland erlaube ihm einen kritischeren Blick als seine Generation ihn sich sonst zutraut, heißt es in einer Rezension der „Schwimmzüge“. Nägele hat schon mehrere Bücher veröffentlicht. Er schreibt auch auf Dänisch und hat seinen Platz in der Literaturlandschaft Dänemarks.

Geschichten aus der Vergangenheit

Besprechung in der CANNSTATTER/UNTERTÜRKHEIMER ZEITUNG vom 2. Februar 2010

UNTERTüRKHEIM: Horst W. Nägele verarbeitet im Buch „Schwimmzüge“ seine Kindheitserinnerungen

(jps) – In seinem Buch „Schwimmzüge“ verarbeitet der in Luginsland aufgewachsene Horst W. Nägele seine Kindheitserinnerungen aus der Zeit der Endphase des Zweiten Weltkriegs. Der seit Jahrzehnten auf der dänischen Insel Fünen lebende Autor fühlt sich seiner schwäbischen Heimat bis heute sehr verbunden.

Frieder, ein Rucksackreisender Anfang dreißig, ringt vor der Atlantikküste mit dem gewaltigen Sog des Ebbstroms. Zurück an den Strand gespült, hört er die volle Stunde schlagen und nach dem Sog des Wassers zerrt nun ein Sog der Erinnerungen an ihm. Unvermittelt sieht er sich zurückversetzt in das Jahr 1944, als zehnjähriger Junge flüchtend vor den Angriffen der alliierten Bomber über Stuttgart.

„Schwimmzüge“ heißt das Buch von Horst W. Nägele, der mit der Geschichte Frieders auch die eigene Vergangenheit aufarbeitet. Seine Kindheit, die geprägt ist von den wiederkehrenden Fliegerangriffen, den Bomben auf das Daimler-Werk, der Angst und der Ohnmacht angesichts der lebensbedrohlichen Situation. Was für beide bleibt, ist die Flucht aus Luginsland, Anfang März, nur zwei Tage nach einem verheerenden Angriff der Alliierten mit über 500 Bombern : „Nur weg von hier – weit weg! Zu Fuß mit den anderen zusammen die acht Kilometer bis nach Obertürkheim, von wo noch ein Vorortszug nach Esslingen ging – und dort gleich in einen Zug Richtung Tübingen!“ Doch er kehrt zurück, nach Hause zur Mutter, die zu ihm sagt: „Wenn wir schon sterben, dann wenigstens zusammen.“ Nägele erzählt von den Plünderungen, den Entbehrungen der Nachkriegszeit, von der langsamen Rückkehr in die vermeintliche Normalität und davon, dass einen das Erlebte nie ganz loslässt. Es sind Eindrücke, die bis heute haften geblieben sind.

Geboren 1934 studiert Nägele, der in Untertürkheim sein Abitur gemacht hat, Anfang der 60er-Jahre Germanistik, Skandinavistik, Anglistik und Philosophie an den Universitäten in Kiel und Newcastle upon Tyne. Es folgt ein Auslandssemester im dänischen Aarhus, wo er sich intensiver mit der dänischen Literatur beschäftigt, besonders der Schriftsteller Jens Baggesen hat es ihm angetan. Und das Land selbst. Der Schwabe bleibt, wird sesshaft auf der Insel Fünen, unterrichtet an der Hochschule Sprachen, widmet sich seinen literarischen Forschungen. In den 80ern dann beginnt er selbst ein Buch zu schreiben, auf Dänisch. „Mehr aus Jux“, wie er sagt, doch ein Verlag veröffentlicht das Erstlingswerk. Aus der Erkenntnis, dass sein Schreiben im Dänischen zu limitiert ist, folgt 1990 mit „Anflüge“ der erste deutschsprachige Roman. „Wenn ich schon schreibe, dann will ich es ganz genau machen.“

Die Heimat seiner Erinnerungen hat er immer wieder besucht, letztes Jahr erst mit seiner Frau. Er staunt jedes Mal, was sich alles verändert hat im Laufe der Jahrzehnte. Ob es weitergeht mit der „fortlaufenden Geschichte“, weiß Nägele nicht. Der kommerzielle Erfolg ist seine Sache nicht: „Ich habe es geschrieben, weil ich es schreiben wollte.“

„Schwimmzüge“, Prosa von Horst W. Nägele (2009, Verlag Turnshare). 13 Euro, ISBN 978-1847900180.

Schwimmzüge von Horst W. Nägele, 2009, TurnshareHorst Nägele

SCHWIMMZÜGE
(Leseprobe aus: Schwimmzüge, Prosa, 2009, Verlag Turnshare).

In dem morgendlichen Dunst über dem Wasser tauchen zwei grünlich schimmernde Schatten aus einer zittrigen Nussschale. Der links wird kleiner, wird zu einem zarten Rosa, das ins Wasser zischt. Kraul Rücken und mit Schnauben zurück zu dem schaukelnden Nachen, der sich den greifenden Händen entgegenkippt.

Der im Boot Gebliebene hat sich zurückgelehnt, bis der Kletternde ganz aus dem Wasser ist, streift seine grünliche Haut ab, purzelt nach hinten. Der aus dem Wasser Gestiegene richtet sich auf, greift an seine Brüste, ruft etwas und hüpft nach.

Am Ufer ein Radfahrer, der sein Mountainbike an einen Baum lehnt, den roten Helm, seine Schuhe und Kleider dazulegt und sich ins Wasser abstößt. Das Paar im Wasser krault auf ihn zu – ob er Feuer habe, seit langem hätten sie ja so alles entbehren müssen, in ihrem Gummizeug auf dem Wasser.

Nein, da kann er leider nicht dienen, er könne sie aber in die Stadt begleiten.

Wo denke er hin, sie wollen zurück. »Vielen Dank auch noch auf jeden Fall«, rufen sie aus einiger Entfernung.

Und da sind sie auch schon wieder an ihrem Boot. Die Frau stemmt sich aus dem Wasser in das wackelige Schiffchen. Sie ruft dem Mann etwas zu und ergreift eines der beiden Ruder, hält es erhoben und lässt sich ins Wasser fallen. Der Kahn kentert, und nun klettert sie auf die nach oben gekommene Unterseite und legt sich darauf quer zur Längsrichtung, mit ihrem Rücken nach oben. Sie streckt die Arme ins Wasser und versucht, den Mann zu sich hochzuziehen. Der fällt zurück, paddelt ein wenig rückwärts, krault nochmals auf das Umgekippte zu und taucht darunter weg. Taucht auf der anderen Seite des Bootskörpers an den Füßen der Frau wieder auf und zieht sich zwischen die auseinandergestreckten Beine hoch.

Der Radfahrer ist wieder am Ufer, er balanciert über die Steine und stößt sich nochmals ins Wasser, hastig steuert er auf das Paar auf dem gekenterten Boot zu.

»Hallo, how are you«, rufen sie, ob er dieses Mal Feuer habe, seit langem haben sie ja so alles entbehren müssen in ihrem Gummizeug auf dem Wasser!?

Leider leider nicht, er könne sie aber mit seinem Speedboot weiterbringen!?

Wenn das so einfach wär’, sie wollen doch zurück!?

Warum dann nicht einiges einkaufen in der Stadt, meint der Radfahrer.

Das wäre zu verfrüht, sie müssen erst mal sehen. Am besten abwarten, man kann ja nie wissen, wo ja alles so unsicher ist heutzutage und überhaupt!?

Die beiden lassen sich wieder ins Wasser: »Vielen Dank auch noch auf jeden Fall!«

Die Frau hievt sich wieder auf ihr gekipptes Schiffchen und setzt sich darauf, mit auseinandergestreckten Beinen, zwischen die sich der Mann hochzieht.

Der Radfahrer, wieder am Ufer, stößt sich noch einmal ins Wasser und ist dann auch schon wieder bei den beiden. Sie bemerken ihn und rufen: »Das Feuer, das du uns bringen wolltest, wo ist es?«

Der Radfahrer taucht unter den Bootskörper. »Vielen Dank auch noch auf jeden Fall«, kommt es beim Herauftauchen an sein Ohr, »jetzt aber kannst du uns mit deinem Speedboot weiterbringen!?«

Nein nein! – und nun nichts wie zurück an das sichere Ufer, in sein Zeug und auf sein Mountainbike!

Am sicheren Ufer sind das Mountainbike und alle die Sachen verschwunden. Der Radfahrer ist verzweifelt.

Aber hat sich da nicht was bewegt?

Auf einem Fahrrad die Frau vom Schiffchen!? Direkt auf ihn zu. Mit hochgeschlagenen schwarzen Jeans-Shorts!

Ist dies denn nicht sein Mountainbike? – Und auch sein roter Helm? – Auch der braune Ledergürtel!? Und auch die weißen Sportschuhe!? Dann sind das auch seine Jeans-Shorts, sie hat also seine Jeans-Shorts an!?

»Hallo, how are you! Wo ist es denn, dieses Speedboot? Ihr dummes Höschen und das blöde Bike können Sie wieder haben, mir ist gar nicht mehr danach.«

Die hochgekrempelten schwarzen Jeans-Shorts stehen ihr eigentlich ganz gut, die sollte er ihr vielleicht lassen!?

Sie ist abgestiegen und lässt das Fahrrad auf die Erde tanzen, sie schnallt sich den Gürtel auf: »Behalten Sie alles! – Und stell dir vor, heute ginge die Welt unter!? Mir wird kalt, gib mir doch ein Bisschen Wärme, mit der Welt ist es noch lange nicht zu Ende! Hörst du nicht die Vögel, spürst du nicht ihre Stimme?«

Ihre spitzen Nippelchen kommen näher –

»Gut geschlafen?«

Das war eine Männerstimme? Er sieht ein paar müde Wölkchen ziehen, sieht den mächtigen Körper des Schiffchen-Mannes in den Himmel ragen.

Wo aber ist die Frau?

»Wir warten immer noch auf Ihr Speedboot. Es muss uns weiterbringen, es ist keine Zeit mehr zu verlieren. Wollen auch nicht mehr auf den kalten verkehrten Kahn, und so ohne was Rechtes im Bauch. Ihr Speedboot, wo ist es? Geben Sie Ihre Hand, damit ich Sie hochziehe! Kommen Sie ganz an mich heran – ja ja, ich bin kalt. Muss mich im Warmwerden trainieren. – Aber nicht zu nahe bitte!«

Und die Frau?

Und wie lange er da wohl geschlafen hat?

Er fragt nach der Frau.

Sie schlafe, sie wecken, das dürfe man auf keinen Fall.

Nein, er muss sie sehen, augenblicklich muss er sie sehen! Wo ist sie denn? Er sucht auf dem Waldboden seine Jeans-Shorts, den braunen Ledergürtel, den roten Helm zusammen, zieht sich an, nimmt sein Fahrrad und macht sich auf den Weg.

Wohin aber?

Er geht kreuz und quer, bis er sich wieder an der alten Stelle befindet. Von dem Mann vom Boot ist da nun nichts mehr zu sehen?

Er blickt aufs Wasser hinaus und sieht von den letzten Sonnenstrahlen beschienen die beiden nackten Körper auf dem kalten umgekehrten Kahn dicht beieinander liegen.

Ja, diese Frau will er!

Also nochmals hinausschwimmen! Seine Jeans-Shorts behält er an.

Die Sonne versinkt am Horizont, mit einem gelben Feuer, das sich in die Wellen beißt. Ihm ist, als ob die Frau zu ihm herüberschiele.

Der Mann richtet sich auf, zischt ins Wasser und wirft sich auf ihn, verhakt sich mit seinen Fingern in den Gürtel der Jeans-Shorts, kommt wieder los und schnappt mit seinen freigewordenen Händen nach den Fußangeln des abdrehenden Schwimmers.

Dieser steuert auf den in den herumgekippten Bootsleib verkrallten Frauenkörper zu. Der schnell sich abstützt, sich ins Wasser lässt. Die zarten Hände streichen über den schaukelnden Holzbauch, bis er die gewünschte Richtung hat und auf die beiden aneinanderhängenden Männer zugeschossen kommt, denen es vereint gelingt, sich gerade noch vorbeizumanövrieren. Die strampelnde Frau am Heck schubst sich von dort ab und hechtet sich auf den vorderen Kopf dieses in Panik geratenen Männergebildes, beschnuppert Hals und Nacken und greift in dicke Brusthaare und tastet sich die zwei Körperlängen hin zu den Zehen und von da wieder zurück. Aus ihrer Rückenlage nimmt sie mit ihren Füßen den vorderen Kopf in die Zange, um das ganze abzuschleppen.

Sie lässt nochmals los, lässt ihren Körper ein paarmal um sich selber schnalzen, bleibt dann in der Bauchlage und strampelt auf das herannahende Ungetüm zu, das wie erwartet nach ihren Fußangeln greift. Auf diese Weise miteinander verkettet und vorne die steuernde Frau geht es wieder auf den gekippten Bootskörper zu. An diesen hängt sich die Frau hinten an und steuert so mit ihren beiden Männern im Schlepptau zum Ufer hin, bis dann von unten etwas Hartes an ihre Bäuche kommt und das Gespann auseinanderreißt. Es gelingt den dreien, den Kahn in seine richtige Funktion zurückzukippen und ihn aufs Moos zu ziehen.

Wo aber ist denn dieses Speedboot, wo ist das versprochene Speedboot?

Sie legen sich zusammen auf den Waldboden, auf den anlandenden Wellen schaukelt eine schmale Mondsichel.

Ein Motorenrattern ganz in ihrer Nähe scheucht die drei auf, sie erheben sich: wer möchte mit ins Wasser?

Rezension I Buchbestellung I home 0210 LYRIKwelt © H.N.

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Horst Nägele
Lebenslanges Suchen

Zwischen Europa 1912 und immer wieder Afrika

Gabriele Schäfer Verlag, 2007 (ISBN 978-933337-44-3)

Das Buch schildert das ungewöhnliche Leben einer Frau, die stets wusste, was sie wollte, insbesondere in den Jahren des Zweiten Weltkriegs und anschließend. 1892 in Hamburg geboren hatte sie den Ersten Weltkrieg in einer von Deutschlands (damaligen) Kolonien mitbekommen. Den Zweiten Weltkrieg erlebte sie als Refugee, die Hungerjahre und Ungereimtheiten der Nachkriegszeit hat sie hautnah erfahren.

Horst Nägele  Lebenslanges Suchen
Zwischen Europa 1912 und immer wieder Afrika
Das Buch schildert das ungewöhnliche Leben einer Frau, die stets wusste, was sie wollte, insbesondere in den Jahren des Zweiten Weltkriegs und anschließend. 1892 in Hamburg geboren hatte sie den Ersten Weltkrieg in einer von Deutschlands (damaligen) Kolonien mitbekommen. Den Zweiten Weltkrieg erlebte sie als Refugee, die Hungerjahre und Ungereimtheiten der Nachkriegszeit hat sie hautnah erfahren.
Sie war 1912 mit der »Admiral« in die damalige Kolonie Deutsch-Südwestafrika (heute Namibia) gereist, wo sie auf einer Farm am Nassob-Fluss in der Omaheke ihre ersten großen Enttäuschungen erlebte, bis sie bei Nacht und Nebel von dort endlich flüchtete, sich auf anderen Farmen versuchte und schließlich auf Omantumba Wirtschafterin wurde und den verwitweten Besitzer nach einiger Zeit heiratete.
1923 machte ein Heuschreckenschwarm der Farm ein jähes Ende. Ihr Mann fand Arbeit als Aufseher bei den Consolidated Diamond Mines in Pomona, wo er bald auch eine Verheiratetenwohnung bekam und wo das Ehepaar ein Jahr später den Store in Elisabethbucht und schließlich den in Oranjemund übernehmen konnte, dann aber im Zuge von Einschränkungen 1933 auf unbezahlten Urlaub geschickt wurde.
Zurück im Deutschen Reich zogen die beiden nach Österreich weiter und bauten sich in Igls bei Innsbruck ein Haus. Dort wurden sie beim Anschluss Österreichs an das neue Deutsche Reich, das Dritte Reich, am 12. März 1938 Zeugen der lautstarken Huldigungen in den Straßen. Beim Ausbruch des Zweiten Weltkriegs anderthalb Jahre später kamen sie mit ihren britischen Pässen in politische Schwierigkeiten, was sie dazu brachte, Österreich zu verlassen. Über die Schweiz, Südfrankreich und Spanien gelangten sie nach Lissabon, von wo sie durch einen Trick nach Lourenço Marques in der portugiesischen Kolonie Moçambique weiterkamen.
In den Jahren dort konnte Amanda ihren Erfindergeist entschieden zur Geltung bringen, bis 1945, nach der Kapitulation Japans die Rückreise nach Lissabon angeboten wurde.
Nach Lissabon zurückgekehrt wollte das Ehepaar schnurstrax zu seinem Haus in Tirol weiter, was sich jedoch als unmöglich erwies. Statt dessen wurde es wegen seiner britischen Pässe nach Großbritannien abgeschoben. Dort erkämpft sich die Frau die Einreiseerlaubnis in die französische Besatzungszone Österreichs.
Sie reiste, nun ohne ihren Mann, unverzüglich nach dem – wie sich herausstellte – schwer zerbombten Innsbruck und zu ihrem von den französischen Besatzern in Beschlag genommenen Haus in Igls, wo allerlei Demütigungen warteten. Es war niemals daran zu denken, dass sie über ihr Anwesen jemals wieder würde verfügen können, auch noch nicht, als die Franzosen das Haus endgültig räumten.
Zusammen mit ihrem Mann, den sie inzwischen herbeibat, reiste sie, nachdem sie sich mit einem persönlichen Brief an den Regierungschef der neuen Regierung in der Südafrikanischen Union gewandt hatte, in die ehemalige deutsche Kolonie Südwestafrika, das heutige Namibia, um dort den Lebensabend zu gestalten und all das zu verarbeiten, was das Leben gebracht hat.164 Seiten, Englisch-Broschur, ISBN 978-3-933337-44-3Publisher:GABRIELE SCHÄFER VERLAG  – Germany

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HORST NÄGELE
Anflüge
MIND GAMES deutsch

(Verlag DIE BLAUE EULE, Essen 1990)  ISBN 3-89206-362-1

Historische Reminiszenzen, vom deutschen Einmarsch in Polen 1939 bis heute, die bei einer therapeutischen Traumarbeit auftauchen.

Kriegsjubel – das Trauma der Bombennächte von 1944 und 45 – Wendehälse von 1945 – die Hungerjahre der Nachkriegszeit – die widerspruchsvolle Nachkriegsdiskussion über eine deutsche Kollektivschuld – Renazifizierungseffekte – verkarstete Amtsroutinen – imperiale Konstanten und Variablen – regressive Reflexe – fremde Sitten und Gebräuche – das von einer Vertreterin eines Nachbarlandes gesehene „typisch Deutsche“.

LINK ZUM VERLAG: Anflüge – MIND GAMES deutsch

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 Wie sich Achtsamkeit entwickeln lässt.

 (Verlag Zeitenwende, 2010,  ISBN 978-3-934291-57-7)

Aus dem   V O R W O R T

»Liebe macht blind« sagt ein altes Sprichwort, die große Liebe kann mit einer großen Enttäuschung enden. Es ist daher für zwei Menschen, die sich näher kommen, angebracht, auf einiges mehr zu achten als sie in ihrem ersten Glücksgefühl wahrnehmen möchten. Setzt eine stabile Beziehung doch voraus, dass beide Seiten mit den jeweils eigenen Voraussetzungen ins Reine gekommen sind.

Wie aber wird der erforderliche Selbstcheck zu bewerkstelligen sein? Man hat auf jeden Fall herauszufinden, was von den angebotenen Möglichkeiten für einen selbst am ehesten infrage kommt. Als hilfreich gilt insbesondere die seit zweieinhalbtausend Jahren bewährte Vipassana-Meditation aus der Schule des Theravada-Buddhismus. Die Vipassana-Meditation hat sich als geeignet erwiesen, nachhaltig Achtsamkeit zu entwickeln. Die einzelnen Schritte dahin sind hier in diesem praktischen Ratgeber ausführlich beschrieben. Wobei daran anschließend mit Blick auf ein umsichtiges Miteinander geeignete Visualisierungen aus der Tradition des tibetischen Buddhismus vorgestellt werden.

Die Umsetzung in die Praxis hat mit der stets aufs Neue hilfreichen Grundübung der einfachen Atembetrachtung zu beginnen. Dazu begibt man sich in eine geeignete Sitzstellung und konzentriert sich auf den jetzt verlaufenden Atemvorgang, wie er in den kontinuierlichen Bewegungen der Bauchdecke sich mitteilt. Wahrgenommen werden kann der Atemvorgang aber auch – was allerdings etwas schwieriger ist – in der Weise, dass man seine Aufmerksamkeit an die Stelle etwas unterhalb der Spitze der Nasenflügel bringt und dort die vom Atemfluss jeweils ausgelösten Reizempfindungen beobachtet. Die während der Sitzungen anfänglich noch störende spontane Gedankentätigkeit wie auch etwaige Empfindungen eines Unbehagens, auch die direkt von Schmerzen herrührenden, sind nach Möglichkeit nicht weiter zu beachten. Dadurch werden sie in das Feld der Betrachtung allmählich einbezogen und sind damit gleichermaßen wie der spontane Atemvorgang Gegenstand einer entspannten Konzentration. Mit der auf diese Weise zu erreichenden anhaltenden Achtsamkeit verlieren unheilsame Abhängigkeiten ihre Macht.

Die im Weiteren dargestellten Visualisierungsverfahren im Sinne des Vajrayana, für das der tibetische Buddhismus steht, sind mit ihrem produktiven Als-Ob in erster Linie einem allen Lebewesen zuträglichen Handeln förderlich.

Zur Pflege der Partnerschaft insbesondere sind zudem Tipps zu einer meditativ-intuitiven Partnermassage beigestellt. Zu weiterer Selbsterkundung ist die Beschreibung einer gesteuerten inneren Reise angefügt.

Die in diesem Buch gut zugänglich dargestellten Ratschläge wollen auf dem Weg zu einem gedeihlichen Leben die verlässliche Orientierung sein. 

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REZENSION EINES SOGENANNTEN JUGENDBUCHS:

Deppen vorgeführt

Janne Teller: „Nichts Was im Leben wichtig ist“

Von Horst Nägele

»EIN BRUTALES UND MUTIGES BUCH. DIE ZEIT« steht auf dem knallroten Aufkleber eines aus dem Dänischen übersetzten Bändchens mit dem vermutlich gewollt unklaren Titel NICHTS Was im Leben wichtig ist (der, wo’s dadurch besser ankommen soll, auch mal als zu NICHTS gekürzt auftritt). Brutalität, Barbarei, eine Mutigkeit – nein danke!

Von einigem literarischen Interesse könnte das Büchlein wegen einiger Passagen so ab dem achtzehnten Kapitel sein, wo aus dem sonst wenig stimmigen Handlungsstrang sich ergebend das schreibende Ich seine Hurrah-Statisten als Deppen vorführt.

Der Buchtitel wie auch die einleitenden Sätze mit Variationen (wie sie ähnlich zum Beispiel in buddhistischer Literatur, bei Schopenhauer, bei Kierkegaard, bei Georg Büchner und etwas weitergeführt bei J. P. Jacobsen vorkommen) sollten sicher zum Nachdenken auffordern. Der Protagonist wurde schnell ausgegrenzt und am Schluss der Geschichte sadistisch hingemordet, was obendrein durch ein konstant aus dem Geschehen sich in den Vordergrund schiebendes weibliches »Ich« mit den Worten »Und ich weiß, dass man mit der Bedeutung [Bedeutung ist das Schlüsselwort der gesamten Handlung] nicht spaßen soll« kommentiert wird, unmittelbar gefolgt von einem vom übrigen Text abgehobenen Schlusssatz des ganzen Buches: »Nicht wahr, Pierre Anthon [das ist der Name des sadistisch hingemordeten Protagonisten]? Nicht wahr?«

Die prospektiven Bestsellerkunden reichlich bedienend wird in dem Buch konstant mit Gewaltandrohungen herumgeworfen und gegenseitiges Quälen, Abhacken von Körperteilen, psychischer Terror zur Darstellung gebracht wie auch mit einer aus diesem Kontext geschehenen psychisch nachhaltigen Vergewaltigung gespielt. Dazu war der Autorin, Janne Teller, zwanghaftes Mobbing in einer Schulklasse als Ausgangspunkt gerade recht, so ein Tatort ›Schulklasse‹ hat sich schon immer für umsatzfördernde Etikettierungen »Kinderbuch« angeboten. Entsprechend wird die deutsche Ausgabe von einer Abteilung ›Kinder- und Jugendbuch‹ des deutschen Verlegers betreut. Als lebten wir in einem Niemandsland, wo keiner die Verantwortung hat und niemand zu einem Regress herangezogen wird. In erster Linie zu hinterfragen wäre indessen die leichtfertige Prämierung der dänischen Originalausgabe durch das dänische Kulturministerium wie auch das unbekümmerte Ausschlachten des Buches durch die dänischen Schulbehörden für Examensaufgaben trotz begründeter mehrfacher Einwände von kompetenter Seite. Und was von vielen befürchtet wurde –dass junge Leser verschreckt und verstört vom Buch sind und gefährdet in der ihnen zustehenden seelischen Unversehrtheit – ist längst eingetreten.

Der Rezensent hat Sachbücher mit buddhistisch orientierten Meditationsanleitungen geschrieben, er vertritt eine zuträgliche Kommunikation in einer Bürgergesellschaft im Sinne des dänischen Theologen Grundtvig, des Initiators der Volkshochschulbewegung, und er ist Autor von Band 117, J. P. Jacobsen, der Sammlung Metzler.

 

Hoch  

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Zu Jens Baggesen
Von Horst W. Nägele für die LYRIKwelt, im Juni 2012:

Jens Baggesens fremragende kritik af samtidens franske og tyske politiske og litterære begivenheder havde været emnet for undertegnedes speciale på Kiels Universitet, i forbindelse med et forskningsstipendium for at kunne gennemføre studierne ved Aarhus Universitet. Det blev så til en tysk doktorafhandlung ved Kiels Universitet (juli 1969), udkommet i bogform året 1971 med titlen Der deutsche Idealismus in der existentiellen Kategorie des Humors. Eine Studie zu Jens Baggesens ideolinguistisch orientiertem Epos ›Adam und Eva‹, Neumünster: Wachholtz, SKANDINAVISTISCHE STUDIEN, Band 1.

Undertegnede (årgang 1934, med bopæl i Danmark) har siden kunnet udgive flere hidtil utrykte tekster af Jens Baggesen på grundlag af håndskrifterne, der opbevares i håndskriftsafdelingerne både på Det kongelige Bibliotek i København og på Kiels Universitetsbibliotek. På denne måde er blevet en del afhandlinger og kronikker til, både på dansk og på tysk, til og med radioudsendelser, med Jens Baggesen i centrum, desuden artikler, kronikker og radioudsendelser, hvor Jens Baggesens tanker spiller ind.

Muligvis er nedenstående liste af interesse.

Det drejer sig om

1) Undertegnedes udgivelser af hidtil utrykte tekster af Jens Baggesen;

2) Undertegnedes bog, afhandlinger, kronikker, anmeldelser og henvisninger med Jens Baggesen i centrum;

3) Undertegnedes artikler og kronikker, hvor Jens Baggesens tanker spiller ind;

4) Undertegnedes radioudsendelser med Jens Baggesen i centrum;

5) Undertegnedes radioudsendelser, hvor Jens Baggesens tanker spiller ind.

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Selve listen:

1) Undertegnedes udgivelser af hidtil utrykte tekster af Jens Baggesen:

1971 Udkast på dansk til »Adam og Eva«(Baggesen-Nachlass, Fasz. 7,3: »Adam und Eva«,Universitätsbibliothek Kiel), i: Der deutsche Idealismus in der existentiellen Kategorie des Humors. Eine Studie zu Jens Baggesens ideolinguistisch orientiertem Epos ›Adam und Eva‹, Neumünster: Wachholtz (SKANDINAVISTISCHE STUDIEN, Band 1; se ovenfor); pp. 184-7 (samt undertegnedes oversættelse til tysk), i forbindelse med pp. 54-71.

1972a »Om Forholdet imellem begge Kjón. Betragtet i Bern, fra en fremmed Iagtagers Standpunkt. Marts 1825« (Ny kgl. Samling 1467, 2°, VI, Det kongeligeBibliotek i København), i: Danske Studier,pp. 41-50.

1972b »Zu Runges Farbenlehre. Kiel. Juli 1811« (Ny kgl. Samling 1467, 2°, VII, Det kongeligeBibliotek i København), i: Jahrbuch des Freien Deutschen Hochstifts, (Tübingen: Niemeyer), pp. 286-90.

1972c Fra kapitlet »Sprachen: Mehrheit und Verschiedenheit der Sprachen« i ›URDA oder Historisch-kritisches Mythologisches Wörterbuch. Hauptsächlich zum Behuf der Erforschung Nordischer Urkunden und alter dänischer Sprache und Geschichte. [N]ebst einigen allgemeinen philosophisch-critischen Untersuchungen. Angefangen von J. J. Baggesen. Kiel, 1812‹ (Additamenta 2, 2°, Det kongeligeBibliotek i København), p. 675, i: Schleswig-Holstein. Monatshefte für Heimat und Volkstum, p. 102.

1972d Udkast til et skuespil med titlen »Den hovmodige Papa eller Hittebórnehuset« (Ny kgl. Samling 3589, 4°, II, Det kongeligeBibliotek i København), i: undertegnedes kronikker »En storfamilie« i: Jydske Tidende af 3. august 1972 (omtalt i artiklen »Om hvordan man vinder hæder og ære – og om hvordan man kan få modvilje mod en sagesløs digter« i: Korsør-Posten af 3. januar 1973, 17. årg., nr. 45) og i: Vestkysten af 24. maj 1973.
Samme oversat (ved undertegnede) til tysk: »›Der potente Papa‹: Manifestation einer präfigurierten Leistungsgesellschaft. Zu Jens Baggesens (unveröffentlichtem) Entwurf einer Lustspielfabel, betitelt ›Den hovmodige Papa eller Hittebórnehuset‹ (mit einer Edition des ins Deutsche übersetzten dänischen Baggesen-Textes)« (Ny kgl. Samling 3589, 4°, II, Det kongeligeBibliotek i København), i: Zeitschrift für deutsche Philologie, 1973, pp. 262-4.

1974 »Kapitel zu einer vergleichenden Geschichte der lezten dreizigjährigen Revolutionszeit in der Politik in Frankreich, und in der Philosophie und Poesie in Deutschland. Humoristisch entworfen im J. 1824«; »Material zu dem obigen Kapitel«; »Von der Entthronung der Vernunft in der neuesten deutschen Philosophie und der darauf folgenden Regierung des emigrirten Verstandes«; »Von den Resultaten der 30jährigen Revolution«; »[Gegenüberstellung von] Französich [und] Deutsch«; »Deutsch«; »Deutsch« (samtlige fra Ny kgl. Samling 1467, 2°, VI, Det kongeligeBibliotek i København), i: Jahrbuch des Freien Deutschen Hochstifts, (Tübingen: Niemeyer), pp. 330-43.

2011 Fra kapitlet »Dialectik« i ›URDA oder Historisch-kritisches Mythologisches Wörterbuch. Hauptsächlich zum Behuf der Erforschung Nordischer Urkunden und alter dänischer Sprache und Geschichte. [N]ebst einigen allgemeinen philosophisch-critischen Untersuchungen. Angefangen von J. J. Baggesen. Kiel, 1812‹ (Additamenta 2, 2°, Det kongeligeBibliotek i København), p. 136, i: Grundtvig Studier, pp. 106 f.

2) Undertegnedes bog, afhandlinger, kronikker, anmeldelser og henvisninger med Jens Baggesen i centrum:

1971a Der deutsche Idealismus in der existentiellen Kategorie des Humors. Eine Studie zu Jens Baggesens ideolinguistisch orientiertem Epos ›Adam und Eva‹, Neumünster: Wachholtz (SKANDINAVISTISCHE STUDIEN, Band 1); se i øvrigt ovenfor (indledning).

Hertil: »Gamle Baggesen er stadig levende. –Jeg kommer igen, sagde Jens Baggesen, og det slår til, fortæller fru Valborg Volsing Johansen, Fåborg, der selv nævnes med hæder i nyt tysk Baggesen-værk«, Fyns Tidende af 17. februar 1972; »Tysk bog om Baggesen-epos«, Aarhus Stiftstidende af 15. maj 1973.

1971b »Das Phänomen ›kontextualer Interferenz‹ als literaturwissenschaflicher Ansatz. Ein Versuch am Beispiel des bilinguischen Dichterphilosophen Jens Baggesen«, Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte, Jahrgang 45, pp. 589-626.

1971c »Vor 160 Jahren: Jens Baggesen wird Professor für dänische Sprache und Literatur an der Universität Kiel. Reminiszenz oder Revision? Wie erlernt man Dänisch im Selbstunterricht? (samt fotografi af et portræt af Jens Baggesen), Schleswig-Holstein. Monatshefte für Heimat und Volkstum, pp. 203-5.

1971d »Dichterkrönung auf dem Eiger« (om »Parthenáis«; med henvisninger til Flemming Dahls indsats i Jens Baggesens forfatterskab), Schweizer Monatshefte, 1971, pp. 528-9.

1971e Anmeldelse om Flemming Dahls ›Den Guddommelige Jomfru. Baggeseniana‹ (Privattryk: København Nytår 1970/71), skandinavistik, pp. 54-5.

1971f Henvisning til Viggo Bredsdorffs oversættelse af Jens Baggesens tyskskrevne epos ›Adam und Eva‹ til dansk, i: Horst Nägele, Der deutsche Idealismus in der existentiellen Kategorie des Humors (se ovenfor), pp. 172-3.

1971g Henvisning til Valborg Volsing Johansens oversættelse af Jens Baggesens tyskskrevne epos ›Adam und Eva‹ til dansk, i: Horst Nägele, Der deutsche Idealismus in der existentiellen Kategorie des Humors (se ovenfor), pp. 173.

1971h Henvisninger til de to af Leif Ludwig Albertsens publikationer, der er blevet til efter behagelige faglige samtaler i forbindelse med undertegnedes egne overvejelser med henblik på Jens-Baggesen-specialet (afsluttet i marts måned 1969). De to af Leif Ludwig Albertsens publikationer er »Das vorgeformte Wort. Baggesen als Übersetzer und Parodist«, Nerthus, 1969, pp. 151-85, og Odins Mjød. En studie i Baggesens mytiske poetik, Århus: Akademisk Boghandel 1969. Henvisningerne er sket i: Horst Nägele, Der deutsche Idealismus in der existentiellen Kategorie des Humors (se ovenfor), pp. 174.

1972a »Venus Urania in der Konventionsehe. Kritische Betrachtungen Jens Baggesens zu einer bürgerlichen Gesellschaftsstruktur aristokratischer Prägung« (=kommentar til et hidtil utrykt essay af Jens Baggesen på dansk; se ovenfor), Danske Studier,pp. 37-50.

1972b »›Die Seifenblase ist eine wahre Farbenkugel…‹. Eine Kritik an Philipp Otto Runges Koordination der Farbtöne, vorgebracht von Jens Baggesen, Kiel 1811/12 (mit einer Edition des [auf deutsch geschriebenen] Baggesen-Textes)« (=kommentar til et hidtil utrykt essay af Jens Baggesen på tysk; se ovenfor), Jahrbuch des Freien Deutschen Hochstifts, (Tübingen: Niemeyer), pp. 277-90.

1972c »Jens Baggesen, ein Europäer dänischer Abkunft, in Stuttgart und Tübingen [1808/09]« (samt fotografi af et portræt af Jens Baggesen), Schwäbische Heimat, pp. 254-6.

1972d »En storfamilie«, Jydske Tidendes kronik af 3. august (=kommentar til et hidtil utrykt udkast af Jens Baggesen på dansk; se ovenfor); samme som Vestkystens kronik af 24. maj 1973.

1973 »›Der potente Papa‹: Manifestation einer präfigurierten Leistungsgesellschaft. Zu Jens Baggesens (unveröffentlichtem) Entwurf einer Lustspielfabel, betitelt ›Den hovmodige Papa eller Hittebórnehuset‹. Mit einer Edition des ins Deutsche übersetzten dänischen Baggesen-Textes« (=kommentar til undertegnedes tyske oversættelse af et hidtil utrykt dansk udkast af Jens Baggesen; se i øvrigt ovenfor: Jydske Tidendes kronik af 3. august 1972), Zeitschrift für deutsche Philologie, pp. 262-7.

1974a »Jens Baggesen über das Verhältnis des Deutschen Idealismus zur Französischen Revolution. Mit bisher unveröffentlichten [auf deutsch geschriebenen Baggesen-]Texten aus den Jahren 1823-25« (=kommentarer til adskillige hidtil utrykte tyske udkast af Jens Baggesen; se ovenfor), Jahrbuch des Freien Deutschen Hochstifts, (Tübingen: Niemeyer), pp. 323-43.

1974b »Reise durch das Pfälzer Land 1789« (tekststykker fra Labyrinten, oversat til tysk og med kommentar ved undertegnede), i: Pfälzer Heimat, pp. 140-2.

1974c »Zwischen Bad Nauheim und Friedberg vor 185 Jahren. Aus einem Reisebericht von Jens Baggesen« (tekststykker fra Labyrinten, oversat til tysk og med kommentar ved undertegnede), Gießener Allgemeine. Zeitung für Mittelhessen af 13. april.

1976 »Ein Mahnmal deutsch-dänischer Freundschaft. Zum 150. Todestag des deutsch-dänischen Dichterphilosophen Jens Baggesen«, Grenzfriedenshefte, Heft 1, pp. 31-2.

1995 »Reise am Oberrhein im Jahr 1789« (tekststykker fra Labyrinten, oversat til tysk og med kommentar ved undertegnede), Historischer Kalender des Lahrer Hinkenden Boten, pp. 183-6.

1996 »Quer durch Niedersachsen 1789. Aus dem Reisebuch des jungen dänischen Dichters Jens Baggesen« (tekststykker fra Labyrinten, oversat til tysk og med kommentar ved undertegnede, samt fotografi af et portræt af Jens Baggesen), Heimatkalender für die Lüneburger Heide, pp. 22-4.

1999 »Ein dänischer Dichter begegnet dem Baron von Knigge« (tekststykker fra Labyrinten, oversat til tysk og med kommentar ved undertegnede, samt fotografi af en buste af Jens Baggesen), Heimatkalender für die Lüneburger Heide, pp. 43-4.

3) Undertegnedes artikler og kronikker, hvor Jens Baggesens tanker spiller ind:

1971 »Von einem ›Echten Deutsch‹ und von den ›Deutschen Sprachen des Herzens‹. Feststellungen des frühen N. F. S. Grundtvig zur Überbaufunktion eines sogenannten Hochdeutsch als übergreifende Institution«, Grundtvig Studier, pp. 74-89.

1972 »Dänemark geistesgeschichtlich ein Problem Deutschlands? Betrachtungen mit besonderer Berücksichtigung der zu dem Überbaucharakter von Nationalsprachen kritischen Positionen N. F. S. Grundtvigs von 1815 und Jens Baggesens von 1824«, Schleswig-Holstein. Monatshefte für Heimat und Volkstum, pp. 101-4.

1973a »En levende dansk-tysk debat efter vor indtræden i EF?«, Horsens Folkeblads kronik af 13. marts.

1973b »Vort forhold til tyskerne«, Kristeligt Dagblads randbemærkning af 6. juni.

1974 »Pornographie und ›Vorgartenzwerge‹ [gendrivelse til Hans Magnus Enzensbergers påstand om kulturel forsinkelse]«, Neue Deutsche Hefte, Nr. 141, pp. 112-9; sowie Literatur und Kritik. Österreichische Monatsschrift, Heft 101 (1976), pp. 49-54.

Hertil: Horst Fassel, »Kaléidoscope«, Cahiers roumains d’études littéraires, Bukarest 1976, Heft 4.

1977 »Europæisk supernation eller europæisk samarbejdelse?«, Dansk Ungdom og Idræt, nr. 21/1977, p. 334.

1989a »Grundtvig og det indre marked«, kronik i Fyens Stiftstidende af 18. oktober, i Flensborg Avis af 19. oktober og i Jydske Tidende af 31. oktober.

1989b »Grundtvigs Europa-tanker«, Kristeligt Dagblads kronik af 20. december.

1992 »Nærhedens realitet. Liv skal kunne leves, sandhed skal kunne begribes«, Kristeligt Dagblads kronik af 15. juli.

1995 »Warum wir uns mit N. F. S. Grundtvigs idealismus-kritischen Abhandlungen beschäftigen«, Grundtvig Studier, pp. 205-16.

2011 »Belege zu Grundtvigs Ideen von einer offenen Bürgergesellschaft. Mit einem Exkurs zu dem amerikanischen Pragmatizisten Charles Sanders Peirce«, Grundtvig Studier, pp. 93-111.

4) Undertegnedesradioudsendelser med Jens Baggesen i centrum:

1974 Wider die germanische Idealität. Jens Baggesen, ein ketzerischer Poet der Goethezeit, i kulturudsendelsesserien MATINEE ved Südwestfunk (Tyskland) af 29. september.

1977Jens Baggesens empfindsamer Reiseroman ›Das Labyrinth‹, i litteraturudsendelsesserien DIE BÜCHERKISTE ved Deutschlandfunk (Tyskland) af 19. marts. Efter kort præsentation af Jens Baggesen og hans forfatterskab oplæses fra kapitlerne »Vierlande« og »Auf der lüneburgischen Haide« fra romanens tyske oversættelse ved Carl Friedrich Cramer, udkommet (i bogserien MENSCHLICHES LEBEN, Viertes Stück) med titlen ›Baggesen oder das Labyrinth. Eine Reise durch Deutschland, die Schweiz und Frankreich‹, Altona und Leipzig: Kavensche Buchhandlung 1795.

1984 Jens Baggesens empfindsamer Reiseroman ›Das Labyrinth‹, i litteraturudsendelsesserien DIE BÜCHERKISTE ved Deutschlandfunk (Tyskland): genudsendelsen af førsteudsendelsen af 19. marts 1977, hvilket er sket den 18. februar (1984), i forbindelse med et ekstraprogram med DANMARK som emne.

5) Undertegnedes radioudsendelser, hvor Jens Baggesens tanker spiller ind:

1972 Pornografie und Gartenzwerge. Zu einer These von Hans Magnus Enzensberger, i kulturudsendelsesserien JOURNAL 3 ved Norddeutscher Rundfunk (Tyskland) af 17. juli.

1978Adlerflug contra Luftballon: Literarischer Provinzialismus und kulturelle Verspätung. Ein Versuch zur Kontroverse über sogenannte literarische Zentren, i kulturudsendelsesserien KULTURELLES WORT ved Radio Bremen (Tyskland) af 18. februar.

[…diesen und weitere Berichte finden Sie unter www.lyrikwelt.de ]


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Horst Nägele: Die Heilkraft der Meditation

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Horst Nägele

Die Heilkraft der Meditation

Eine praktische Anleitung zum richtigen Erlernen meditativer Übungen. Das Buch zeigt die wichtigsten Hilfen in der Meditationspraxis und ist für Einsteiger konzipiert, die die häufigsten Fehler vermeiden möchten. Die gewählte Art der Meditation geht auf die Lehre des berühmten Gautama Buddha (um 560 bis 480 v. Chr.) zurück. Das schon damals im Prinzip genauso angewandte Verfahren wurde auch durch die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse unserer Zeit noch nicht eingeholt.

Nägele, Horst: Die Heilkraft der Meditation.

68 Seiten
Spurbuchverlag, 1997, ISBN 3-88778-193-7

Horst Nägele: Die Heilkraft der Massage
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Die Heilkraft der Massage

Die Yoga Gesundheitsmassage ist in Indien zu Hause, wo sie der Autor kennen und schätzen gelernt und die einzelnen Handgriffe aufgezeichnet hat, wie sie ihm vermittelt wurden. Allgemein verständlich werden – mit den dokumentarischen Aufzeichnungen eines alten Wissens – aus erster Hand Fingerzeige gegeben, die sich der erfahrene Praktiker, wie der interessierte Laie zunutze machen können. Der Autor, Horst Nägele, Dr. phil., geboren 1934 in Stuttgart, ist seit den fünfziger Jahren für eine ökologisch stimmige Lebensqualität eingetreten und hat seitdem Yoga und Meditation praktiziert. Er leitete Kurse in autogenem Training, Yoga und Meditation.

Horst Nägele: Die Heilkraft der Massage
Zahlreiche s/w-Zeichnungen, 56 Seiten
Spurbuchverlag, 1998, ISBN 3-88778-191-0

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