LIEBE LEBEN

Beziehungsstress wegmeditieren

Das ist mal eine andere Art von Beziehungsratgeber. Nägele gibt keine Tipps à la »So finden Sie Ihren Traumpartner« oder »Probieren Sie das, wenn es mal im Bett nicht klappt«. Es geht ihm um die Steigerung der Liebesfähigkeit an sich. In unserer Kindheit wurden Muster festgelegt, die uns in unserer Beziehungsfähigkeit behindern. Ganz egal, wie glücklich augenscheinlich die Kindheit war, Nägele weiß, dass es keine perfekten Familien gibt.

Eltern können nicht alles richtig machen bei ihren Kindern, schon allein deswegen, weil sie noch unter den »Programmierungen« ihrer eigenen Eltern zu leiden haben. Hier hätte ich mir ein wenig mehr Beispiele gewünscht, wie denn nun diese »Programmierungen « aussehen und wie sie sich später im Leben auswirken. Aber im Grunde weiß ich ja aus anderer Lektüre: Bringen die Eltern zum Beispiel dem Sohn bei: »Du wirst immer ein Versager sein«, wirkt sich das auf sein ganzes Leben, auch die Partnerschaft, aus. Womöglich wird er sich auch unbewusst eine Frau suchen, die ihm genau dasselbe vorwirft. Nägele rät nun, sich dieser schädlichen Programmierungen durch Meditation und Achtsamkeit gewahr zu werden und sie zu verabschieden. Ausführliche Anweisungen zum Meditieren folgen in einer Reihe von Meditationsübungen. Außerdem gibt es noch zur Pflege der Partnerschaft eine Anleitung zur Partnermassage und eine gesteuerte innere Reise. Das Buch ist flüssig zu lesen und unterscheidet sich durch seinen Fokus auf Achtsamkeit und Meditation doch sehr von den üblichen Ratgebern.              ——–Christine Höfig (connection, 5/2010)

Horst Nägele: Liebe leben, Verlag Zeitenwende 2009, 136 S., HC

Wer seine Partnerschaft bereichern und endlich dazu kommen will, wahrhaft und achtsam zu lieben, der findet in diesem Buch reichlich Anregungen und Überraschungen. (bewusster leben, 3/2010, BÜCHER-JOURNAL)

Das Buch ist flüssig zu lesen und unterscheidet sich durch seinen Fokus auf Achtsamkeit und Meditation doch sehr von den üblichen Ratgebern. Fazit: sehr gut. (connection, 5/2010)

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