Deutsche Kolonialgeschichte

Horst Nägele

Lebenslanges Suchen
Zwischen Europa 1912 und immer wieder Afrika

– Gabriele Schäfer Verlag, Herne 2007 –

164 Seiten, Englisch-Broschur

ISBN 978-3-933337-44-3

Ü b e r s i c h t :

Das Buch schildert das ungewöhnliche Leben einer Frau, die stets wusste, was sie wollte, insbesondere in den Jahren des Zweiten Weltkriegs und anschließend. 1892 in Hamburg geboren hatte sie den Ersten Weltkrieg in einer von Deutschlands (damaligen) Kolonien mitbekommen. Den Zweiten Weltkrieg erlebte sie als Refugee, die Hungerjahre und Ungereimtheiten der Nachkriegszeit hat sie hautnah erfahren.
Sie war 1912 mit der »Admiral« in die damalige Kolonie Deutsch-Südwestafrika (heute Namibia) gereist, wo sie auf einer Farm am Nassob-Fluss in der Omaheke ihre ersten großen Enttäuschungen erlebte, bis sie bei Nacht und Nebel von dort endlich flüchtete, sich auf anderen Farmen versuchte und schließlich auf Omantumba Wirtschafterin wurde und den verwitweten Besitzer nach einiger Zeit heiratete.
1923 machte ein Heuschreckenschwarm der Farm ein jähes Ende. Ihr Mann fand Arbeit als Aufseher bei den Consolidated Diamond Mines in Pomona, wo er bald auch eine Verheiratetenwohnung bekam und wo das Ehepaar ein Jahr später den Store in Elisabethbucht und schließlich den in Oranjemund übernehmen konnte, dann aber im Zuge von Einschränkungen 1933 auf unbezahlten Urlaub geschickt wurde.
Zurück im Deutschen Reich zogen die beiden nach Österreich weiter und bauten sich in Igls bei Innsbruck ein Haus. Dort wurden sie beim Anschluss Österreichs an das neue Deutsche Reich, das Dritte Reich, am 12. März 1938 Zeugen der lautstarken Huldigungen in den Straßen. Beim Ausbruch des Zweiten Weltkriegs anderthalb Jahre später kamen sie mit ihren britischen Pässen in politische Schwierigkeiten, was sie dazu brachte, Österreich zu verlassen. Über die Schweiz, Südfrankreich und Spanien gelangten sie nach Lissabon, von wo sie durch einen Trick nach Lourenço Marques in der portugiesischen Kolonie Moçambique weiterkamen.
In den Jahren dort konnte Amanda ihren Erfindergeist entschieden zur Geltung bringen, bis 1945, nach der Kapitulation Japans die Rückreise nach Lissabon angeboten wurde.
Nach Lissabon zurückgekehrt wollte das Ehepaar schnurstrax zu seinem Haus in Tirol weiter, was sich jedoch als unmöglich erwies. Statt dessen wurde es wegen seiner britischen Pässe nach Großbritannien abgeschoben. Dort erkämpft sich die Frau die Einreiseerlaubnis in die französische Besatzungszone Österreichs.
Sie reiste, nun ohne ihren Mann, unverzüglich nach dem – wie sich herausstellte – schwer zerbombten Innsbruck und zu ihrem von den französischen Besatzern in Beschlag genommenen Haus in Igls, wo allerlei Demütigungen warteten. Es war niemals daran zu denken, dass sie über ihr Anwesen jemals wieder würde verfügen können, auch noch nicht, als die Franzosen das Haus endgültig räumten.
Zusammen mit ihrem Mann, den sie inzwischen herbeibat, reiste sie, nachdem sie sich mit einem persönlichen Brief an den Regierungschef der neuen Regierung in der Südafrikanischen Union gewandt hatte, in die ehemalige deutsche Kolonie Südwestafrika, das heutige Namibia, um dort den Lebensabend zu gestalten und all das zu verarbeiten, was das Leben gebracht hat.

LINK ZUM VERLAG:  Lebenslanges Suchen

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